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Ausstellung mit Werken des Künstlers

Jan-Frédéric van Espe

vom 09. März bis 11. Juni 2012

Irgendwas ist immer

In Schrebergärten stecken Lust und Leidenschaft. In Lust und Leidenschaft stecken aber auch Schrebergärten. Kein Wunder, dass es die Kunst auf den Plan ruft, wenn diese fiebrige Ménage à trois dem Verfall anheimgestellt wird. Als im Sommer 2011 die Kleingartensiedlung Ecke Eschholz- / Carl-Kistner-Straße in Freiburg-Haslach dem Erdboden gleichgemacht wurde, hat der virtuelle Künstler Jan-Frédéric van Espe Zerfall und Übergang in seinen Logbildern künstlerisch festgehalten.

Ewig währt nur Nichts

Jan-Frédéric van Espe ist ein durch und durch virtueller Künstler. Er selbst sieht sich in der Tradition des vorgeblich 1984 aus den Hirnströmen eines verunglückten Reporters generierten Max Headroom. Van Espe ist eine keinesfalls personifizierte Freiheit, denn er ist frei von der Belastung einer Identität. Er malt Bilder, kreiert Fotografien, Zoten und Momente, schreibt Gedichte und manchmal auch nur Postkarten.

Er selbst ist reine Kunst, denn er ist überall und nirgends, er ist Jeder und Niemand. Er ist lebendiger Beweis für die Kraft der Gedanken, denn seine Vita ist erdichtet und doch Wahrheit durch Betrachtung. Er ist ein selten konsequenter Phantast, der alle, die ihn zu kennen glauben, und sogar jene, die ihn nicht kennen wollen, gleichsam zu Phantasten macht. Er ist flüchtig, bleibend, bewegend, lebt ausschließlich in den Köpfen seiner Betrachter, die zugleich erst seine stets veränderliche Existenz, die einzig Summe aus Gedanken ist, bewahren und bewahrheiten - und auch wieder verschwinden lassen können.
Eine Kunstfigur im Wortsinn; er ist, ob er will oder nicht.

Woher kommt Jan-Frédéric van Espe? Wie sieht Jan-Frédéric van Espe aus?
Wo ist Jan-Frédéric van Espe? Es gibt Dinge, die nicht zu wissen sich lohnt.
 

Rückblick auf die 4. Vernissage im A+K Verlag

Wieder brachte die Kuratorin Marita Brettschneider von der Galerie KunstWerk Breisach einen interessanten Künstler in die Räumlichkeiten des A+K Verlags:

Die Tuschezeichnungen von Michael Sessler verdienen besondere Beachtung. Sein Schlüsselerlebnis hatte er während der Begegnung mit den Werken des niederländischen Grafikers M.C. Escher, dessen verblüffende Gedankenbilder ihn tief beindruckten. Der Wunsch, die in seinen Vorstellungen und Phantasien entstandenen Formen und Gebilde zeichnerisch umzusetzen, wurde immer stärker. Seine ersten vielversprechenden Versuche aus dem Jahre 1978 bestärkten ihn, seine Arbeit fortzusetzen. Er beginnt mit Hilfe der Linien gleichsam zu erzählen, bewegtes Geschehen zu verdeutlichen. Dies geschieht in einer verwirrend leicht scheinenden, allen Zufälligkeiten ausgelieferten, in Wirklichkeit abersehr zielsicheren und prägnanten Art. Wobei sich die Prägnanz aus der traumhaft sicheren Zuordnung der Linien zu einem Tiefe und Leidenschaft verratenden Gefüge ergibt, zu einem Gewirr oder wilden Netzwerk von Strichen verschiedener Stärken und Vibration, aus dem graphische Formen in einer Eindringlichkeit wachsen, die nicht selten atemberaubend wirken.

Seine Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch profane Gegenstände aus dem alltäglichen oder technischen Bereich seines Umfeldes, verlangen keine anderen Farben als Schwarz und Weiss.

Die Vernissage am Freitag den 02.11.2011 erfreute sich wieder regen Interesses und war gut besucht. Die Werke des Künstlers sind noch bis Ende Februar während der üblichen Büro-Öffnungszeiten (nicht zwischen dem 23.12.2011 - 09.01.2012) in den Räumlichkeiten des A+K Verlags zu sehen.

Impressionen von der Vernissage